Hilferuf aus Siebenbürgen....
 
Im Januar 2017 rief uns unser langjähriger Freund und Chef unseres Partnervereins in Siebenbürgen Karl Hellwig mit trauriger Stimme an und erzählte vom lang anhaltenden und bitterkalten Winter in Rumänien, dem Feuerholzengpaß und der vielen armen Menschen, die täglich am Vereinsbüro in Rupea stehen und um Nahrungsmittel bitten. Die Nahrungsmittel, die wir zu Weihnachten dagelassen hatten, waren bereits in Beuteln verpackt an die Ärmsten verteilt worden. Schnell stand fest das wir helfen wollen. Wir schrieben unzählige Nahrungsmittelhersteller etc. an und bekamen nur Absagen- völlig unverständlich- bei dem was alles weggeschmissen wird. Die Aktion drohte zu scheitern.
Plötzlich der Kontakt zu einem Dresdner Verein- die Rettung! Völlig unkompliziert bekamen wir  2 Transporterladungen mit feinsten Lebensmitteln geschenkt! Eilig verluden wir alles in unseren VW LT und Anhänger und starteten in Richtung Rumänien. Wir konnten Dank der Menge der Spenden und der Vielfalt auch das Frauenhaus in Mediasch und das Altenheim in Schweischer beschenken. Auch diese beiden liebevoll geführten Häuser sind nur von Spenden abhängig. Der größte Teil der Spenden ging aber an unseren Partnerverein in Rupea/Reps. Die Freude war überall riesengroß! Neben einer Palette Brot, Semmeln und Toastbrot von Harry- Brot, wechselten auch 945 Gläser Marmelade, eine Palette Konserven, Kekse, haltbare Suppen, Gemüse, allerlei Fertiggerichte, Weihnachtsgebäck, Wurstkonserven, Nudeln und Ketchup und vieles mehr den Besitzer.
Wir danken allen Spendern und Unterstützern recht herzlich!

Nach umfangreichen Planungen, die bereits im Frühjahr diesen Jahres begannen, startete Ende Oktober wieder traditionell unsere Baubrigade zum sozialen Baueinsatz nach Siebenbürgen. Dem voran ging die aufwendige Beladung des Herbsthilfstransportes. Neben Schränken, medizinischen Geräten, Kleidung und Schuhen, Lebensmitteln und vielen mehr hatten wir diesmal auch einen Holzspielplatz zu verladen, der besonders sperrig war. Dieser wurde von der AWO-Juwel gespendet und auch mit 5 Personen aus deren Heidenauer Werkstatt aufgebaut. Die Kinder des Kindergartens in Rupea haben sich riesig gefreut endlich ein tolles Holzspielgerät zu besitzen.

Wir starteten Samstag früh mit 2 Transportern und zusätzlich 2 großen Anhängern. Ein Anhänger war komplett mit Spenden für das Frauenhaus beladen und der andere mit knapp 50 Fahrrädern. Spät abends kamen wir dann in unserem Zwischenquartier in Hermannstadt an. Am Sonntag entluden wir den Hänger im Frauenhaus Mediasch und bekamen ein fürstliches Mittagessen, bevor wir zum Sächsischen Altenheim Fiser und schließlich in unser Sonnenhaus Dacia weiterfuhren.

Die verzögerte Ankunft des Spenden-LKW brachte unsere Planung völlig durcheinander, was sich aber wiederrum durch die kurzfristige Absage eines Kücheneinbaus bei einer kinderreichen Familie relativierte. Da wir ja im Sommer dieses Jahres bereits einen großen Baueinsatz mit den Dachdeckern aus Neukirch im Kinderheim Ghimbav hatten, beschränkten wir uns für Oktober eher auf die kleineren aber umso wichtigeren Tätigkeiten. Eben die, die immer liegen bleiben oder vergessen werden. So wurden 10 Festmeter Holz gesägt, gehackt und gestapelt, alle Fahrräder, Rollstühle etc. durchgesehen und repariert, der Transporter unseres rumänischen Partnervereins repariert, der Dachkasten am Sonnenhaus repariert, LKW entladen und die Spenden eingelagert sowie verteilt und vieles mehr. Fast nebenbei besuchten wir noch Projekte und Personen, die wir unterstützen, wie das Kinderheim Ghimbav, Spital Codlea, Waggonfamilie Brasov und die Lehrwerkstatt für Holzbearbeitung in Rupea.

Wie jedes Jahr waren wir eine dufte Truppe mit 13 Personen und hatten trotz der vielen Arbeit unheimlich viel Spaß miteinander.

Unser Dank geht an alle, die mit waren, die Spielplatzbauer der AWO Heidenau sowie alle, die uns mit Rat, Tat und Geld unterstützt haben. Momentan stecken wir Hals über Kopf in den Vorbereitungen für den Weihnachtstransport und die damit verbundene Päckchenaktion. Entgegen den vorangegangenen Jahren, haben wir uns dieses Jahr für einen großen LKW für Dezember entschieden, da neben den Paletten mit den Paketen auch noch Öfen, die die evangelische Grundschule spendet und ein Gabelstapler verladen werden müssen.

Wir hoffen auf große Resonanz bei der Weihnachtspäckchenaktion und wünschen schöne und besinnliche Feiertage.

Nochmals vielen Dank an alle und viele Grüße,

Michael Krätzig

Liebe Spender, liebe Freunde,

auf Grund der Abberufung unseres Pfarrers in Pirna, Herrn Büchner, im Juli 2014 waren die Vorbereitungen der Päckchenaktion dieses Jahr mit einer gewissen Vorsicht oder auch Angst verbunden, war er doch jedes Jahr immer einer unserer Hauptmotoren. Sicher waren wir uns auch des Tatendranges der Gemeinde und aller anderen Spender bewußt, doch hatten wir auch ein geheimes ehrgeiziges Ziel...es sollten dieses Jahr 1000 werden, 

nur 15 mehr als im letzten Jahr...! Ich bat also kurz vor knapp einen netten Redakteur der Sächsischen Zeitung noch um einen kleinen Artikel, der dann auch erschien. Zwei Wochen vor Abgabeende waren es 12 Päckchen auf der Palette und ich dachte, hm..., wußte aber nichts von den vielen fleißigen Ameisen rund um Pirna, Dresden bis nach Karlsruhe oder ins Ruhrgebiet, die emsig sammelten. Doch plötzlich ging es los. Die Telefone klingelten – Abholtermine. Viele brachten uns die Pakete auch direkt ins Lager. Wir räumten und stapelten abends, Samstag, Sonntag, oft bis nachts. Am Ende waren es 15,5 Paletten und (wir rechneten mehrmals zusammen) 1714 Pakete. Das war ein ungeahnter Rekord! Die Päckchen waren alle so unterschiedlich, das wir nicht feststellen konnten, welches Gewicht die Paletten hatten. Fakt war, der gecharterte Lkw konnte nur 3,2 to laden. Es stellte sich heraus, dass dies genau 9 Paletten waren und der Fahrer wollte kein Päckchen mehr mitnehmen, da das Auto schon offensichtlich herunterhing. Ich überschlug kurz den Platz, den wir noch brauchen würden und entschloss mich noch einen zweiten Transporter anzumelden. 

So fuhren wir mit 7,5t-Lkw und zwei 3,5t-Transportern mit großen

vom 25.10. bis 02.11.2014

Seit vielen Jahren ist die Fahrt der Baubrigade im Herbst nach Rumänien eine schöne Tradition geworden. Ihr habt die Möglichkeit, Land und Leute sowie deren Kulturen kennenzulernen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der Unterstützung sozialer Projekte für arme Menschen in der Region Siebenbürgen. Handwerker sind vor Ort seit der Auswanderung der Siebenbürger Sachsen nahezu nicht zu finden. So helfen wir mit dem jährlichen Baueinsatz, dies ein bisschen abzufedern.
Auch dieses Jahr soll die Unterstützung wieder für das „Kinderheim des barmherzigen Samariter“

In Ghimbav/Weidenbach hatten wir Verstärkung von einem Jungen Paar, Vicky und Felix bekommen. Sie besuchen auf ihrer Europareise diverse Soziale Projekte in mehreren Ländern - so auch uns.

Sie haben auf Ihrer Webseite auch etwas über uns geschrieben.

Link zur Webseite ->

 

Behindertenprojekt

Im März 2014 wird das Projekt "Menschen möglich machen"
zuende gehen. Bis dahin wird eine Selbsthilfegruppe installiert um Anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen zu
können.

Auf diesen Fotos erhalten Klienten innerhalb unseres Projektes „ Menschen möglich machen“ während der Mobilen Beratung Spenden von Lebensmitteln oder Kleidung. Ein großes Danke an dieser Stelle an Familie Becker im Schwarzwald und den dortigen „Mutter Theresa Kreis in Waldbronn“ . Oftmals bedeutet behindert zu sein auch Armut. Natürlich sind diese Geschenke nur kleine Gesten der Hilfe und Zuneigung – aber sie schaffen Freude und Vertrauen. Nachhaltig dagegen ist unsere Selbsthilfegruppe, welche im Entstehen ist. Die beiden Leiter seht ihr mit ihren Frauen auf dem letzten Foto während unseres Kommunikationskurses.

Tina Bing

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

obwohl jetzt Ende Oktober erst der Einsatz der Baubrigade in Siebenbürgen bevorsteht, blicken wir schon freudig auf Dezember und die Weihnachtspäckchenaktion. Wir wollen unsere seit vielen Jahren bestehende Tradition auch 2014 fortsetzen und an arme Familien und Kinder in Rumänien Weihnachtspäckchen verteilen. Durch unsere Projekte vor Ort und viele Besuche in Familien und Kinderheimen, sowie durch Berichte unseres Partnervereins in Rupea, werden wir immer wieder auf katastrophale Zustände und große Armut aufmerksam gemacht, unter denen die Kinder am meisten leiden. Die Freude über die Weihnachtspakete ist daher besonders groß, zeigen wir damit doch auch, dass wir sie nicht vergessen haben.

Natürlich werden wir auch dieses Jahr die Pakete wieder persönlich transportieren und verteilen. Da dies jedes Jahr eine große logistische Herausforderung ist, bitten wir Sie einige Kleinigkeiten zu beachten.
Bitte schreiben Sie auf jedes Paket (gut leserlich) Mädchen/Junge oder mw und das eventuelle Alter bzw. Familie. Bitte keine Kärtchen, Plüschtiere o. ä. anhängen. Da wir die Pakete bis zu 10 Mal anfassen müssen, ist ein fester Strick, kreuzweise um das Paket, sehr von Vorteil. So können wir sicherstellen, dass jedes Paket bei demjenigen ankommt, für den es gedacht ist. Bitte auch die großen Kinder zwischen 10 bis 18 Jahren nicht vergessen, die auch in den Heimen leben!

Die Helios Klinik half unbürokratisch einer rumänischen Patientin. Die Pirnaer Pateneltern sind erleichtert.
Von Gunnar Klehm

es ist ueberstanden der pirnaer michael kraetzig haelt 1357509h

Es ist überstanden: Der Pirnaer Michael Krätzig hält seine rumänische Patentochter im Arm. Die Helios-Klinik machte es möglich, dass eine unaufschiebbare OP in Pirna erfolgen konnte. 
Die Entscheidung, ihre Familie zu vergrößern, haben sich Anja Wilke und Michael Krätzig nicht leicht gemacht. Das ist normal, in diesem Falle aber nicht gewöhnlich. Denn die beiden Pirnaer haben die Verantwortung für ein Mädchen im fernen Rumänien übernommen. Zuerst für ihre schulische, dann für die berufliche Entwicklung. Es ging immer nur bergauf, bis die Gesundheitsprobleme bei Mihaela B. so gravierend wurden, dass eine OP nicht mehr aufzuschieben war. Das sollte problematischer werden, als vieles vorher.

Liebe Spender,

es ist zwar schon ein paar Wochen her als Danilo, der Weihnachtsengel, und ich als Weihnachtsmann in Siebenbürgen viele Kinder- und Familienherzen höher schlagen ließen, doch das was wir bei dieser Abenteuerreise erlebten ist aktueller denn je.

Die riesige Menge von 985 liebevoll eingepackten Paketen und jede Menge Winterschuhe und warme Jacken, stellten uns vor eine logistische Herausforderung, hier und auch in Rumänien. Viele Pakete waren so schwer, dass man nur eins tragen konnte. Zum Transport konnten wir einen halben Lkw chartern und fuhren dann noch mit unserem Sprinter und Anhänger hinterher. Auf Grund von Motorproblemen kamen wir nur langsam voran. Nach erfolgter Reparatur in einer Mercedes Fachwerkstatt in Arad/Rumänien mussten wir für drei Stunden Arbeit 245,00 € zahlen und stellten fest, dass unser Sprinter nun schlechter ging als vorher. So schlichen wir mit unserem 6,6 to Geschoss mit 20 km/h im ersten Gang Rumäniens Berge hoch – glücklicherweise nachts bis in die Morgenstunden.

Wie auch im letzten Jahr, war der gecharterte Lkw durch unsere rumänischen Freunde bereits entladen worden und die Küche im Sonnenhaus bis unter die Decke mit Geschenken gefüllt. Ein schöner Anblick! Sofort begannen wir, die Pakete nach Alter und Geschlecht zu sortieren und zu verladen.

Der Fakt, dass ich fast immer als Weihnachtsmann verkleidet war, steigerte den Spaßfaktor für alle immens und verschaffte mir die Möglichkeit als scheinbar unerkanntes Wesen in viele Menschen und ihr Leben einzutauchen, ohne Scham oder Zurückhaltung.